[Daily Inspiration:] Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …

torsten-jantsch-5-20-07-16© Foto: Torsten Jantsch (20.07.16)

»Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“

(Hermann Hesse, »Das Glasperlenspiel« [1943])

Drei ganze Jahre ist es nun schon her, dass ich hier mit meinem Blog »Ermutigungen zum Leben!« durchgestartet bin. Drei Jahre: Das sind 1.096 Tage und Nächte (inklusive des 29. Februars im Schaltjahr 2016).

Begonnen hat alles mit einer Ermutigung meines jüngeren Bruders. Er meinte, wenn ich Lust zum Schreiben hätte, könne ich doch meinen Gedanken und Ideen auf einer eigenen Webseite freien Lauf lassen.

Gesagt, getan. Der erste Beitrag erblickte am 3. Januar 2014 das Licht der Welt, als ich mich zum Jahresbeginn bei meiner älteren Schwester am Edersee aufhielt. Der kleine Text äugte verstohlen aus meinem Blog wie die junge Amsel aus ihrem Nest (vgl. das tolle Foto von Torsten Jantsch, vielen Dank wieder dafür!). Die Geburt verlief relativ komplikationslos.

Leider ist dieser kleine literarische Bursche bis heute weitgehend unentdeckt geblieben und wurde auch bis heute mit keinem einzigen Like beschenkt. Ich glaube, das macht ihn bis heute ein wenig traurig. Dabei finde ich diesen Beitrag »Unser Planet ist ein Wunder« nach wie vor gelungen und lesenswert. Wenn ihr Zeit und Freude habt, dann stattet diesem Kerlchen doch einen Besuch ab. Ich denke, er wird sich darüber freuen 🙂 (In dem Beitrag geht es über den »Bericht der Dinge von Yucatán« [1566] des spanischen Franziskanermönchs Diego de Landa).

»Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“

So drückte es 1941 der große Hermann Hesse aus, in seinem weltbekannt gewordenen Gedicht »Stufen« (übrigens nach einer langen Krankheit). 1943 verwendete er diese Zeilen nochmals in seinem umfangreichen Roman »Das Glasperlenspiel«. 1946 wurde er mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

Ich habe fast alle Werke von Hesse gelesen. Nicht alles ist leicht verdaulich. Aber seine Worte und Erzählungen enthalten eine Mystik und Tiefe, die mich immer wieder faszinierte.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Deshalb ist es mir immer wieder so wichtig, neu anzufangen und mutig durchzustarten. Das ganze Leben ist Bewegung. Und ich brauche diesen Fortschritt, dieses Voranschreiten. Ziele sind so wichtig. Sie helfen mir, mich auf den Weg zu machen und erwartungsvoll zu bleiben.

Das wünsche ich euch an diesem Tag, diesen Anfang neu zu finden, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. Viel Mut euch dazu!

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14 Antworten zu [Daily Inspiration:] Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …

  1. Simmis Mama schreibt:

    Leider komme ich mit der App nicht auf so alte Beiträge und kann aufgrund meiner schlechten Situation nicht am dem computer fürs bloggen. Aber Gratulation zu deinem Jubiläum wünsche ich dir!

  2. mmandarin schreibt:

    Oh ja die Stufen. Ich habe sie nicht nur unzählige Male gelesen, sondern als meinen wertvollsten Scherenschnitt verewigt. Im Augenblick sitze ich im Zug gen Norden. Amrum wartet auf mich…oder eher umgekehrt?? ? Dann schaue ich mal in den ersten Blog. Du hast mich neugierig gemacht. Marie

    • mwehrstedt schreibt:

      Das ist ja klasse, dass Hesses „Stufen“ solch eine wertvolle Bedeutung in deinem Leben haben. Und wie schön, dass dir gerade Amrum entgegenkommt. Da wünsche ich dir einen wohlig-winterlichen Aufenthalt mit einträglichen Inselinspirationen. Liebe Grüße, Markus

  3. Sandmännli schreibt:

    Vielen Dank für all Deine Beiträge

    Leider verkörpern Diego de Landa und die Ereignisse von Yucatán (wie die gesammte Missionierung der Welt) eines der grässlichsten Gräuel… eines der grössten menschenverachtensten Verbrechen unserer Zeitrechnung…

    Sein Name wirkt verstörend im Kontext mit Deinem Blogtitel „Ermutigung zum Leben“

    • mwehrstedt schreibt:

      Das ist allerdings wahr. Was Diego de Landa und seine Glaubenskrieger damals den Maya antaten, ist furchtbar und lässt auch mich zusammenzucken. Darauf verweise ich auch in meinem Beitrag von Januar 2014. Vielleicht hätte ich dieser schlimmen Seite seines Lebens noch mehr Gewicht beimessen sollen. Was ich herausstellen wollte, war, dass selbst solch ein verblendeter Mensch wie de Landa noch ein Auge für die Schönheit der Natur hatte. Das Tragische dabei bleibt allerdings, dass de Landa als Inquisitor einerseits die Strandvögel so bewundern und andererseits die ‚ungläubigen‘ Maya so verfolgen konnte. Ermutigen möchte ich deshalb an dieser Stelle auch dazu, gegen solche traurigen Missionierungsversuche immer wieder Widerstand zu leisten. Danke für deinen hilfreichen Hinweis. Liebe Grüße, Markus

  4. Sandmännli schreibt:

    Lieber Markus

    Deine Stellungnahme hat mich gefreut.
    Mir liegt es eigentlich fern zu schulmeistern… Dieses Thema, bewegt mich seit jeher, weshab ich mir die Anmerkung nicht verkneifen wollte.

  5. Regina schreibt:

    Ein schönes Zitat,gefällt mir,weiter so.

  6. Ruhrköpfe schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch und auf zu den nächsten 3 🙂

    • mwehrstedt schreibt:

      Vielen lieben Dank, Annette! Von mir aus können es auch noch 30 werden 🙂 Vielleicht schaffe ich es in der nächsten Zeit auch, hier wieder etwas produktiver zu werden. Alles Gute auch dir und deinen weiteren Blogvorhaben 🙂

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