[Daily Inspiration]: Eine Zufluchtsstätte für Frauen

Perlenschatz Muslimin (19.07.15) 30%© Foto: Perlenschatz e.V. (2015)

Echte Freiheit zu genießen, ist ein so großes Gut. Leider kommen nicht alle Menschen auf unserem Planeten in den Genuss dieses Menschenrechts. Besonders Frauen erleben hier das größte Leid. Immer wieder neu. Gerade Frauen in der muslimischen Welt (aber nicht nur dort) werden mitunter bedroht, verfolgt, geschlagen oder gedemüdigt, und das nicht selten innerfamiliär. Zwangsheirat und Ehrenmord sind heiße Eisen auch in Deutschland, die man nicht so gerne anfasst. Viele von diesen Frauen besitzen keine Lobby und wissen nicht, wohin sie sich in ihren geradezu ausweglosen Situationen wenden können.

Der neugegründete kleine Verein Perlenschatz e.V. (Solms) möchte solchen Frauen in Zukunft eine Zufluchtsstätte bieten:

Perlenschatz baut mit einem gemeinnützigen Verein eine Zufluchtsstätte auf für Mädchen und Frauen, die von psychischer, körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen oder von Zwangsheirat oder Ehrenmorden bedroht sind. Unseren Auftrag sehen wir in erster Linie an muslimischen Frauen.“

Das finde ich großartig. Die Encourager-Stiftung förderte diese noch kleine Initiative mit einer Spende von 1.340 Euro. Wunderschön. Ich hoffe, dass hier noch vielen Frauen geholfen werden kann und dass sie neue Freiheit, echten Frieden und neue Lebensfreude finden können.

© Encourager68 (2015)

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12 Antworten zu [Daily Inspiration]: Eine Zufluchtsstätte für Frauen

  1. Myriade schreibt:

    sehr, sehr gute Initiative !!

  2. Matthias Wehrstedt schreibt:

    Hier wird doch wieder der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben. Schließlich vertreten diese „Perlenschatz“-Leute doch die Lehre von einem Gott, der sagt: Glaub an mich und liebe mich, sonst stecke ich dich in die ewige Hölle! Eine schöne „Freiheit“ ist das. Markus, du bist wirklich nach wie vor sehr naiv. Und was ist denn nun eigentlich mit der Säkularisierung von encourager?!

    • mwehrstedt schreibt:

      Ja, Matthias, eine Gefahr besteht hier durchaus. Aber ich kenne die Gründerin und Leiterin von Perlenschatz e.V., und sie lebt und vertritt ein sehr wertschätzendes Christsein. Ich bin mir auch recht sicher, dass den Frauen, den hier geholfen wird, kein christlicher Druck auferlegt wird, sondern dass wirklich die praktische und psychologische Hilfe ganz im Vordergrund steht.

      Zur „Säkularisierung von Encourager“: Das ist nicht so einfach, weil wir gesetzlich an unseren Stiftungszweck gebunden sind. Dieser kann und darf im Nachhinein nicht mehr verändert oder nachgebessert werden:

      „Zweck der Stiftung soll die Förderung gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke durch die Förderung und Unterstützung verschiedener Projekte von christlich geprägten und als gemeinnützig anerkannten Einrichtungen bzw. Hilfsorganisationen sein.“

      „Christlich geprägt“ lässt sich aber relativ weit interpretieren. Ich weiß, dass es nicht so leicht ist, auf rechte Weise zu helfen. Der riesige Vorteil bei Perlenschatz ist, dass alle Mitarbeiter ehrenamtlich aktiv sind. Hier ist viel Herzblut im Spiel. Und Frauen in Not bekommen zumindest erst einmal eine neue Perspektive.

  3. Matthias Wehrstedt schreibt:

    Tja, da hast Du Dir bei der Stiftung ja wirklich selbst eine Fessel angelegt… Ich weiß, Du denkst vor allem immer an die unmittelbare menschliche Hilfe und das ehrt Dich ja auch. Aber ein(e) Mitarbeiter/in von Perlenschatz verrät doch gewissermaßen Ihren Glauben, wenn Sie nicht auch das ewige Seelenheil der Betreuten im Blick hat. Was nützt die kleine Hilfe im Diesseits, wenn später die arme Ayshe doch ewig in der Hölle brennt? Dann hab ich als evangelikaler (oder sonstiger strenggläubiger) Christ doch meine Zeit in gewisser Weise verplempert, oder?! Unter den Opfern, die bei denen betreut werden, sind sicher viele schlicht gestrickte Gemüter, die nur allzu schnell von einem Aberglauben zum Nächsten wechseln, würde ich mal prophezeien.
    Aber was reg ich mich eigentlich so auf?! Vielleicht, weil ich gerade Deinem „Auftrag“ von vor einigen Monaten folge und etwas bezüglich „Beweis der Nicht-Existenz Gottes“ schreibe und recherchiere; ich werd früher oder später wohl doch auch mal einen Blog eröffnen, bin momentan am sammeln. Gerade zum Thema „Hölle“ — wenn Du mal richtig schön schaurige Höllenvisionen lesen möchtest, geh auf http://kath-zdw.ch/maria/hoelle.html. Die Katholiken haben Mumm und reden nicht um den heißen Brei… 😉
    Viele Grüße aus Kassel,
    Matthias

    • mwehrstedt schreibt:

      Ja, jeder einmal festgelegte Stiftungszweck kann nach deutschem Stiftungsrecht tatsächlich zu einer Fessel werden. Schlimm ist das vor allem dann, wenn die Stifter selbst noch am Leben sind und trotzdem ihren eigenen Stiftungszweck nachträglich nicht mehr ändern dürfen. Das zeigt, wie hirnverbrannt deutsche Gesetze mitunter sein können …

      Ob die Mitarbeitenden von Perlenschatz ihren Glauben verraten, wenn Sie nicht auch das ewige Seelenheil der Betreuten im Blick haben, weiß ich nicht zu sagen. Es könnte so sein. Meine Empfehlung: Frage doch am besten mal direkt bei der Gründerin und Leiterin Anette Bauscher nach: info@perlenschatz.info

      Auf jeden Fall finde ich es auch schlimm und unerträglich, wenn mit einem Höllenglauben psychischer Druck auf Menschen ausgeübt wird und die Höllenvorstellung als „kraftvoller Schutz für die sittliche Ordnung der Menschen“ gelten soll. Danke für Deinen Link, der wirklich sehr eindrücklich ist.

      Freue mich, dass Du meinem „Auftrag“ nachkommst, wünsche Dir beim Sammeln viele weise Entdeckungen und heute vor allem alles Gute zu Deinem runden Geburtstag!! Viele Grüße aus Bochum!

  4. Matthias Wehrstedt schreibt:

    Danke für die Glückwünsche!
    Ich meine, wenn die strenggläubigen Christen es ernst meinen mit dem was sie glauben, dann MÜSSEN sie ja vor allem anderen auf das Seelenheil bedacht sein: schließlich geht es um EWIGES Glück oder EWIGE Qual. Was sind da schon die kleinen und kurz dauernden Problemchen des diesseitigen Lebens? Unendlich unbedeutend. Strenggläubige, die das Seelenheil hintanstellen, belügen sich ja auch noch bei ihrem eigenen Glauben. Die meisten machen sich nie wirklich klar, was für ungeheuere Dinge sie da glauben. Klar, sonst könnten sie ihres Lebens vermutlich garnicht froh werden…
    Deshalb find ich die Schweizer Höllenkatholiken eigentlich fast erfrischend: sie sind wenigstens ehrlich mit sich und konsequent…

  5. Was nicht allen angeklickten Seiten nicht wirklich ersichtlich ist: kennt man eine Frau, die einen solchen Ort brauchen könnte, wo schickt man sie hin? Über welche Kontaktadresse?

  6. Ich hatte kürzlich ein Interview eines muslimischen Mannes gesehen, der sich und seinen Glauben gegenüber islamistische Terrorauswüchse abzugrenzen versuchte. Wenn man die Glaubensgrundlage korrekt lesen würde, stünde da, dass das Töten eines Menschen dem Töten der gesamten Glaubensgemeinschaft gleichkäme. Nirgends würde das Morden von „Ungläubigen“ propagiert werden.

    Im selben Zuge fragte ich mich jedoch: Ob er auch das ehrenhalbe Morden von Frauen im Hinterkopf hatte? Zu hoffen wäre es.

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