[Daily Inspiration]: Vorsicht ist geboten …

Fliegenpilz - Anna-Lena = Gaby Bessen (16.11.14) 40%Fliegenpilz – Foto: © Anna-Lena vom Blog „Mein Lesestübchen“ (2014)

Mmmmh, ein Fliegenpilz! Schaut derselbe nicht wunderschön aus! Ich finde schon. Ich verdanke dieses wunderschöne Foto der Bloggerin Anna-Lena („Mein Lesestübchen“). Mir gefiel es so gut, dass ich sie fragte, ob ich es für einen kleinen Beitrag hier benutzen dürfte. Und Anna-Lena sagte sofort zu. Vielen Dank Dir nochmals, Anna-Lena!

Aber was sollen wir nun hierzu sagen? Zu diesem ansehnlichen Geschöpf des Waldes? Nun, mein erster Gedanke: Vorsicht ist geboten. Es gibt so viele Dinge im Leben, die schauen so ästhetisch, so einladend, so geschmackvoll aus. Sie sind so schön gestaltet, verbreiten auf den ersten Blick eine so angenehme Atmosphäre und laden zum Verweilen ein.

Aber: Der erste Eindruck kann trügen. Was wir da vor uns haben, kann unglaublich giftig sein, lebensgefährlich, lebensbedrohend. Ein Biss schon kann uns lähmen, kann uns zur Strecke bringen und uns Verletzungen zufügen, die nie wieder richtig verheilen wollen.

Das trifft natürlich nicht nur auf Pilze des Waldes zu. Auch nicht nur auf Schwarze Witwen, Kobras und Klapperschlangen. Auch wir als Menschen können hin und wieder sehr giftig und verletzend sein, mögen wir noch so hübsch und so attraktiv daherkommen und so freundlich ausschauen. Ein verletzendes Wort, eine hinterhältige Tat, eine gemeine Geste können eine Seele auf lange Zeit hin lähmen und zu Boden werfen.

  • Deswegen ist hier Vorsicht geboten.
  • Deswegen: Die eigene Naivität ablegen.
  • Deswegen: Prüfet aber alles, und das Gute behaltet (vgl. 1. Thessalonicher 5,21).
Fliegenpilz - Anna-Lena = Gaby Bessen (16.11.14) 40%Die Lehre, die ich heute daraus ziehe:
  • 1. Einen Fliegenpilz, so hübsch er auch aussehen mag, sollten wir schön im Wald stehen lassen.
  • 2. Ich kann mich heftig in der (gespielten) Freundlichkeit von Menschen täuschen.
  • 3. Ich sollte genau hinschauen und nach den (möglichen) Motiven eines Menschen fragen.
  • 4. Ich sollte auch genau hinschauen, wo ich selbst giftig und ungenießbar für andere werden kann.
  • 5. Ich möchte mich von Menschen, die mich dauerhaft vergiften und verletzen, trennen und ihnen keinen Raum in meinem Leben geben.
  • 6. Ich möchte um Vergebung bitten, wo ich einem meiner Mitmenschen Unrecht getan und sie oder ihn verletzt habe.

© Encourager68 (2014)

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10 Antworten zu [Daily Inspiration]: Vorsicht ist geboten …

  1. marliesgierls schreibt:

    Ganz wichtig ist für mich Punkt 4, der steht für mich an Stelle 1, dann folgt Punkt 5, was nicht immer leicht ist . Dann kommt 6, und es folgen 2 und 3, Punkt 1 ist selbstverständlich: er bleibt im Wald. Liebe Grüße Marlies

    • mwehrstedt schreibt:

      Ja, diese Reihenfolge, liebe Marlies, ist natürlich auch eine wunderschöne Alternative. Punkt 4 halte ich auch für ganz wichtig. Viele liebe Grüße, Markus

  2. Myriade schreibt:

    Es gibt ja soooooo hübsche giftige Schwammerl und Menschen 🙂

  3. Anna-Lena schreibt:

    Gerne, lieber Markus ❤ !
    Deine Gedanken dazu finde ich sehr schön und nachdenkenswert.
    Ich wünsche dir einen schönen und besinnlichen 2. Advent.
    LG Anna-Lena

    • mwehrstedt schreibt:

      Das freut mich sehr, liebe Anna-Lena! 🙂
      Toll, dass auf diese Weise hier in unserer Bloggerwelt richtige Gemeinschaftsprojekte das Licht der Welt erblicken können. Auch Dir noch viele erfüllte und freundliche Stunden am heutigen 2. Advent.
      LG Markus!

  4. Und was auch immer im Hinterkopf geschrieben stehen sollte: Die Dosis macht das Gift!
    Andere Menschen können positiv oder negativ auf uns einwirken, uns im guten und im schlechten Sinne berauschen, uns unbewusst oder bewusst um unseren Verstand bringen.

    Zu viel schöner Schein ist und bleibt eben auch nur ein schöner Schein, der uns hin und wieder gerne etwas vormacht, uns beruhigt und sich am Ende seiner gefährlichsten Waffe bedient: Indem er uns scheinbar satt und zufrieden seiend einlullt.

    Andererseits: Steckt hinter jedem dem Anschein nach Schlechten auch immer ein ebenso gearteter Kern?

    Man müsste stets Offensichtliches und weniger Offensichtliches ob seines sicheren Fundamentes hinterfragen. Doch wer schafft dies immer und zu jeder Zeit?

    • mwehrstedt schreibt:

      Danke für Deine weiterführenden Gedanken und Fragen hier. Und entschuldige bitte meine verspätete Antwort – ich erwache gerade erst jetzt wieder aus meinem Weihnachtswinterschlaf 🙂

      Ja, das Hinterfragen ist so wichtig. Wir sollten eben nicht in jedemn beliebigen Pilz hineinbeißen – mag er auch noch so attraktiv ausschauen. Aber Du hast recht: Wer schafft das mit dem rechten Hinterfragen immer und zu jeder Zeit? Auch ich habe mich schon mannigfaltig geirrt mit meinen Annahmen und sozusagen einen Pilz für giftig oder ungenießbar gehalten, der es am Ende gar nicht war. Ich denke, da müssen wir unsere Erfahrungen sammeln und immer wieder neu abwägen und uns zur ‚Wahrheit‘ und Wirklichkeit vorsichtig vortasten 🙂

  5. Na dann: Guten Morgen und herzlich willkommen zurück in der postweihnachtlich verweihräucherten Wirklichkeit! Wird schon wieder. (-:

    Manches leicht angreifbare Wesen versteht es auch, sich als etwas auszugeben, was es von seiner reinen Natur her eigentlich niemals sein könnte…gefährlich, ungenießbar, abschreckend…ein Mimikry.
    Und dieses Prinzip nutzt auch ein Mensch, der sich nach außen hin abweisend oder gar abschreckend darstellt und in Wahrheit nur nicht weiß, wie er seine Unsicherheiten oder Schwächen verbergen kann, ohne sich dabei die Blöße geben zu müssen. Man hat quasi den in der harten Schale ruhenden weichen Kern. Es kann unter Umständen recht spannend sein, sollte man einen Blick hinter den Panzer des Gegenübers wagen. Man muss sich nur überwinden.

    Leider macht uns die Gesellschaft an mancher Stelle auch immer mehr zu solchen „überharten“ Gestalten, die jegliche echte (und menschlich-liebenswerte) Gefühlsregung nach außen hin zu verdrängen versuchen…es könnte ja als Makel ausgelegt werden….

    …Packen wir Hammer und Meißel aus!

    Noch etwas:
    Zum Einen ist das Irren eine äußerst menschliche Angelegenheit, und zum Anderen: Aus Fehlern lernt man.
    Klingt altklug…ist es meinethalber auch…würde ich aber so unterschreiben. (-:

    • mwehrstedt schreibt:

      … ja, es gehört auch eine Menge Mut dazu, die eigene Fassade abzureißen und sein wahres Gesicht zu zeigen. Aber gut tun würde es unserer Gesellschaft schon, wenn mehr Menschen dazu den Mut fänden …

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