Wie arm bin ich wirklich? – Ein Selbsttest bezüglich 27 möglicher Mangelerscheinungen des Lebens

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Roma-Familie in Bulgarien – Foto: Geschenke der Hoffnung e.V.

 

Wie arm bin ich wirklich? Bin ich überhaupt arm? Oder fühle ich mich nur so?

Im Folgenden habe ich einmal 27 mögliche ‚Mangelerscheinungen‘ unseres Lebens zusammengetragen. Anhand dieser 27 verschiedenen Formen von ‚Armut‘ lässt sich durch einen Selbsttest herausfinden, wie arm (oder reich) ich mich selbst aktuell empfinde. Dazu sollte jeder der 27 ‚Lebensbereiche‘ wie folgt bewertet werden:

 

Punkteverteilung pro ‚Mangelerscheinung‘:
  • 5 Punkte: kein Mangel
  • 4 Punkte: nur selten Mangel
  • 3 Punkte: ab und zu Mangel
  • 2 Punkte: des öfteren Mangel
  • 1 Punkt: dauerhafter Mangel

Anschließend die Punkte addieren und so die Gesamtpunktzahl ermitteln. Die Auswertung erfolgt im Anschluss.

 

27 mögliche Mangelerscheinungen des Lebens – Armut bedeutet ‚Mangel haben an etwas‘:
  • 1. Mangel an Nahrung (Unterernährung, Mangelernährung, Hunger)
  • 2. Mangel an Trinkwasser (Dehydrierung, Durst, fehlende Brunnen oder Filteranlagen)
  • 3. Mangel an medizinischer Betreuung (keine Ärzte, keine Krankenhäuser, keine Versicherung, keine Medikamente, kein Geld)
  • 4. Mangel an Gemeinschaft (Vereinsamung, Isolation – germanische Wurzel von „arm“ bedeutet „einsam, verwaist, verlassen“)
  • 5. Mangel an Lebensfreude (Antriebslosigkeit, Langeweile, depressive Stimmungen, keine Ziele)
  • 6. Mangel an Ressourcen (kein Grund und Boden, kein Land)
  • 7. Mangel an sozialer Absicherung (keine Familie, kein Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Pflege-, Haftpflicht-, Hausrat-, Sterbe-, Rechtsschutz- und Lebensversicherung – 5 von 7 Milliarden Menschen sollen aktuell ohne Sozialversicherung leben!)
  • 8. Mangel an Zeit bzw. Freizeit (Überbelastung durch Arbeit, Ausbeutung, Niedriglöhne, Krankheit in der Familie)
  • 9. Mangel an Mobilität (kein Auto, keine öffentlichen Verkehrsmittel, kein Geld, Behinderungen)
  • 10. Mangel an Attraktivität (Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen, Mobbing, Behinderungen)
  • 11. Mangel an Bildung (Schule, Ausbildung, Studium, Beruf, Karriereleiter, sich vergleichen mit anderen, weniger Lohn)
  • 12. Mangel an Fitness (Übergewicht, Erkrankungen, Behinderungen, Unfälle, kein Training möglich, Lustlosigkeit)
  • 13. Mangel an gesunder Ernährung (Fastfood, Hungerattacken, Mangel an Disziplin, finanzielle Knappheit)
  • 14. Mangel an Selbstbeherrschung (Suchtverhalten, fehlende Disziplin, schlechter Einfluss durch andere)
  • 15. Mangel an Lebensentfaltung (keine Zeit, zu viel Beruf bzw. Familie, Bindungen durch Partner, Eltern, Kinder etc.)
  • 16. Mangel an Raum (keine Wohnung, kein Zimmer, keine Privatsphäre, kein Ackerland, Enge, Bedrückung, Vertreibung)
  • 17. Mangel an Mut (Furcht vor Menschen, Zukunftssorgen, religiöse Ungewissheiten, fehlende Zivilcourage)
  • 18. Mangel an Freiheit (politische Unterdrückung, religiöse Verfolgung, Gefängnis, Überwachung, Entführung, Zwangsprostitution, Versklavung, Vertreibung, Ausbeutung, kein Wahlrecht, kulturelle Traditionen)
  • 19. Mangel an Familie (Partnersuche, Kinderlosigkeit, mangelnder Kontakt, Scheidung, Trennung, fehlendes Zuhause)
  • 20. Mangel an Heimat (Vertreibung, Flucht, Fremdsein, Ausländer sein, Sprach-losigkeit, Mangel an Vertrautheit und Geborgenheit)
  • 21. Mangel an bezahlter Arbeit (Arbeitslosigkeit, Gefühl der Überflüssigkeit, knapp bei Kasse)
  • 22. Mangel an Würde (Verleumdung, Verachtung, nur Mensch zweiter Wahl, keine Gleichberechtigung)
  • 23. Mangel an Frieden (Krieg, Unsicherheit, Streit, Konflikte, Rechtsstreitigkeiten)
  • 24. Mangel an Ausgeglichenheit (innere Unruhe, Anspannung, negativer Stress, Angst, Schlaflosigkeit, Belastungsdepression = Burnout)
  • 25. Mangel an Mitgefühl (kein/wenig Empfinden für andere, Abgestumpftsein, Gedankenlosigkeit, Bequemlichkeit)
  • 26. Mangel an Spiritualität (keinen Glauben, Mangel an Inspirationen, keine Hoffnungen, wenig Gefühl)
  • 27. Mangel an Gesundheit (Schmerzen, chronische Erkrankungen, tägliche Einschränkungen, Angst)
Auswertung:
  • 27 bis 53 Punkte: Du empfindest starke Mängel in Deinem Leben und fühlst Dich sehr arm.
  • 54 bis 80 Punkte: Du empfindest Dich derzeit eher als arm. Recht viele Mangelerscheinungen machen Dir das Leben schwer.
  • 81 bis 107 Punkte: Du empfindest Dich derzeit nur selten als arm. Die wenigen Mangelerscheinungen kannst Du gut mit vielen Pluspunkten kompensieren.
  • 108 bis 135 Punkte: Du empfindest aktuell so gut wie keinen Mangel. Du fühlst Dich persönlich glücklich und reich.

Wünsche viel Freude beim Testen!

© Encourager68 (Juni 2014)

 

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7 Antworten zu Wie arm bin ich wirklich? – Ein Selbsttest bezüglich 27 möglicher Mangelerscheinungen des Lebens

  1. mwehrstedt schreibt:

    Hat dies auf Encourager-Stiftung rebloggt und kommentierte:
    Wer viel Geld besitzt, kann auch arm sein.
    Und wer wenig Geld hat, kann sich trotzdem reich fühlen.
    Wie reich oder wie arm fühlst du dich aktuell? Mache den Selbsttest und finde es heraus.
    135 Punkte sind als Höchstpunktzahl zu erreichen.

  2. sl4lifestyle schreibt:

    Klasse, Markus, da hast Du aber viel Arbeit reingesteckt. Kompliment!
    LG und einen schöne Tag!
    Sabine

    • mwehrstedt schreibt:

      Hey danke, Sabine, für Dein Kompliment hier! Ja, das ist ja auch eines meiner Lieblingsthemen. Bald wohl wird mein erstes Buch zum Thema herauskommen: „Vom Glück des Teilens“. Lieben Gruß & Dir auch einen freundlichen Tag! Markus

      • sl4lifestyle schreibt:

        Ganz viel Erfolg mit Deinem Buch, Markus!
        LG
        Sabine

      • mwehrstedt schreibt:

        Danke Dir, Sabine! Und wünsche Dir gleichzeitig alles herzlich Gute zum Geburtstag, so manche neue Weltreise, prima neue Fotoobjekte, weitere Einsichten in das Leben und seine Kulturen und Dir weiterhin ein erfülltes und dankbares Herz. Lass Dich heute schön beschenken!
        LG
        Markus

      • sl4lifestyle schreibt:

        Danke Dir, lieber Markus. Gerade zurück von der ITB in Berlin mit der großen, weiten Welt im Koffer. LG Sabine

      • mwehrstedt schreibt:

        Oh, das muss aber ein großer Koffer sein 🙂 LG Markus

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