3. April: Gibt es für uns das absolute Glück im Leben? (Teil 1)

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Hundertwasser-Fliesenmosaik auf dem Herren-WC im Bahnhofsgebäude Uelzen – Foto: Markus Wehrstedt

Ich glaube, das absolute Glück gibt es gar nicht. Denke mir immer, dass ich mich nur selbst lieben müsste, dann ist alles gut.“

Ja, gibt es das absolute Glück? Hier auf Erden sicherlich nicht. Auch wenn sich manche Menschen in bestimmten Zeiten und Situationen super zufrieden und glücklich fühlen. Aber vollkommenes Glück auf Dauer – das mag wohl für immer eine Illusion in unserer Biographie bleiben (gut, es mag Ausnahmen geben …). Unser Lebensmosaik (siehe Foto) besteht eben nicht immer nur gleichmäßig aus schönen weißen Teilen. Es mischen sich auch schwarze und graue mit dazwischen. Mitunter gehen auch manche Teile kaputt, oder das Gesamtbild schaut ziemlich krumm und schief aus (was natürlich auch eine kreative Note haben kann).

 

Die beiden Sätze oben schrieb mir vor ein paar Tagen eine gute Bekannte. Auch sie machte sich Gedanken darüber, ob es so etwas wie einen dauerhaften Zustand der Zufriedenheit und inneren Ruhe für uns geben kann. Es wäre so fantastisch, wenn wir solch eine Stufe des Glücks irgendwann erreichen könnten. Aber dann kommt doch immer wieder und dauernd der eine oder andere ‚Stimmungshemmer‘ dazwischen. Hier ein paar (erfundene) kreative Beispiele dafür:

 

Einige Beispiele für kleine Stimmungshemmer, die uns tagtäglich treffen können:
 
  • Mein Lieblingsverein in der Fußball-Bundesliga verliert zuhause gegen einen Abstiegskandidaten.
  • Für das lange Wochenende ist Dauerregen angesagt.
  • Ich bin total hungrig, und meine Partnerin kocht eine Mahlzeit, die ich selbst nicht ausstehen kann.
  • Das eigene Auto kommt nicht durch den TÜV. Die anstehende Reparatur wird um die 800 Euro kosten.
  • Der Nachbar hat ungefragt Äste von meinem Lieblingsbaum abgesägt.
  • Der eigene Sohn vermasselt mehrere Klassenarbeiten, und seine Versetzung ist gefährdet.
  • Die Arbeitskollegin verbreitet falsche Gerüchte über mich und macht mir das Leben zu Hölle.
  • Die Mutter weiß alles besser und hält mir Vorträge darüber, wie dumm und unbeholfen ich bin.
  • Eine Horde wild gewordener Nacktschnecken fällt über die frisch wachsenden Blumen im Garten her.
  • Die kleine Tochter bekommt die Windpocken und steckt alle anderen im Haus mit an.
  • Ich selbst rutsche auf einer Bananenschale aus und breche mir den linken Knöchel.
  • Dieter Bohlen verabschiedet sich aus dem DSDS-Team.
  • Ein Bankangestellter schwatzt mir irgendeinen Immobilienfonds auf, bei dem ich später 1.000 Euro Verlust einfahre.
  • Der Haussegen hängt schief und lässt sich nicht mehr so leicht ins Gleichgewicht bringen.
  • Die Kinder wünschen sich eine spannende Urlaubsreise, aber es ist leider kein Geld in der Familienkasse vorhanden.
  • Die Versicherung will einen Wasserschaden im Haus nicht bezahlen.
  • Ich lasse mein Smartphone in der U-Bahn liegen.
  • Ich habe mir einen Bandscheibenvorfall eingefangen und kann mich nur noch unter Schmerzen bewegen.
  • Ein Auto nimmt mir die Vorfahrt und bringt mich als Radfahrer zu Fall. Ergebnis: Schlüsselbeinbruch.
  • Der Sommer ist zu trocken. Als Landwirt fahre ich eine schrecklich dürre Ernte ein.
  • Die Firmenleitung setzt mich bitterböse unter Druck und verlangt mehr Umsatz von mir.
  • Der Pfarrer nimmt sich keine Zeit für ein Seelsorgegespräch, das ich so bitter nötig hätte.
  • Meine Partnerin spioniert mir hinterher, weil sie mir nicht vertraut.
  • Ich schaue einmal nicht genau hin und trete prompt in eine Tretmiene (= Hundedreck).
  • Ich freue mich auf einen gemeinsamen Kinoabend, aber alle meine Freunde sagen mir kurzfristig ab.
  • usw.

Diese Unglücke und noch viel mehr können mir das Leben ziemlich vermiesen. Manchmal so intensiv, dass gar keine richtige Lebensfreude oder Lebenszufriedenheit mehr aufkommen will. Ja, das absolute Glück gibt es sicherlich nicht. Aber ich glaube, es gibt so einen Punkt, an dem die Glücksmomente im eigenen Leben die ‚Stimmungshemmer‘ überwiegen können. Und ich denke, von da an fühlt sich ein Mensch einigermaßen zufrieden bzw. glücklich. An welche Glücksmomente ich dabei denke, verrate ich euch beim nächsten Mal.

 

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