26. Januar: Aqua-Jogging – Geschmeidiges Training für Körper, Geist und Seele …

Heute mal eine erste kleine Ermutigung in Sachen Gesundheit und Bewegung! Wir wollen glücklich sein. Die meisten jedenfalls von uns. Zum Glücklichsein gehört eine glückliche und zufriedene Seele. Und eine glückliche und zufriedene Seele wohnt in einem gesunden und sich gut anfühlenden Körper. Körper und Seele sind eine Einheit. Sie bedingen einander. Ist die Seele krank, leidet auch der Körper. Ist der Körper krank, schlägt sich das auf meine Seele nieder. Mein Befinden wird so beeinträchtigt. Wünsche ich mir also eine befreite Seele, muss ich mich auch um meinen Körper kümmern. Ich muss ihn lieben, beachten, Sorge um ihn tragen. Denn in einem gesunden Körper wohnt auch eine gesunde Seele (wie man so schön sagt).

Es gibt eine tolle Möglichkeit, Sorge um den eigenen Körper zu tragen: Nämlich ihn hübsch in Bewegung zu setzen. Dazu möchte ich heute gerne Mut machen. Wer mich kennt, weiß, dass ich schon immer gerne Sport getrieben habe. Am meisten liebe ich das Laufen. Beim Laufen kann ich so gut abschalten und einmal für ein bis zwei Stunden alles hinter mir lassen. Herrlich! Und dazu die frische Luft! Das tut gut. Im vergangenen Oktober 2013 wagte ich mich sogar mal wieder an einen Marathon heran. Das erste Mal nach 23 Jahren! Nach ausgiebiger Vorbereitung kam in Essen sogar eine tolle Zeit heraus: 3 Stunden, 42 Minuten und 30 Sekunden. Für eine Strecke von 42,195 km ein gutes Ergebnis. Jedenfalls für meine Verhältnisse 🙂 . Wer mehr über diese Marathonveranstaltung erfahren möchte, hier der Link dazu: http://www.essen-marathon.de/. Der Essener Marathon gilt übrigens als der älteste, jährlich stattfindende in Deutschland (!).

Vielleicht könnt ihr deshalb verstehen, dass ich auch euch gerne zum Laufen animieren möchte. Laufen kann so ungemein befreien, seelisch & körperlich. Es ist eine einfache und so wirksame Methode, sich ganzheitlich gesund zu fühlen. Heute möchte ich euch deshalb auch etwas vom Laufen erzählen. Aber nicht vom Laufen auf Waldboden, Schotter oder Asphalt, sondern vom Laufen unter Wasser (!). Genauer gesagt: Vom Aqua-Jogging! Ja, das gibt es auch. Und es ist klasse, dass es das gibt. Bis gestern hatte ich es noch nie selber ausprobiert. Aber gestern war das erste Mal – und das kam so: Eigentlich hätte ich gerne meine Laufrunde um den Kemnader See gedreht (im Süden Bochums). Mit Hinlaufen, einmal Umrunden und wieder Zurücklaufen sind das in etwa 17,5 km. Aber leider zwackt es mich gerade in meiner rechten Kniekehle. Nach einigen Kilometern verspüre ich dort ein leichtes Ziehen. Vielleicht ist dort eine Sehne gereizt. Da gilt es, auf den eigenen Körper zu hören und denselben nicht zu überfordern.

Also denke ich mir: Dann heute mal wieder Schwimmtraining. Dafür bin ich auch gerne zu haben. Also packe ich meine sieben Sachen und fahre zum Querenburger Hallenbad (mit 50-Meter-Bahn). Kraulen und Brustschwimmen gehen noch richtig gut. Dafür, dass ich schon Monate lang nicht mehr im Wasser war. Die Kondition für 1000 Meter Kraulen an einem Stück fehlt allerdings noch. Also wechsele ich jede Bahn: 50 m Kraulen, 50 m Brustschwimmen. Das mache ich so in etwa 30 min lang.

Plötzlich fallen mir zwei Frauen und einen Mann auf, alle drei etwa um die 30 Jahre alt. Sie springen mir deswegen ins Auge, weil sie mir auf meiner Kraul-Bahn – nebeneinander schwimmend – frontal entgegenkommen. Das Eigenartige: Sie schwimmen weder Kraul noch Brust noch Rücken noch Delphin. Sie paddeln und treten im Wasser, wie Hunde das tun – oder wie kleine Babys, wenn man sie in ihrem Alter ins Wasser wirft (glaube ich jedenfalls). Komisch. Die drei sehen recht fit und sportlich aus, machen aber Schwimmbewegungen, wie man es von Nichtschwimmern oder Anfängern erwarten könnte. Und das im tiefsten Schwimmerbecken! Es schaut so aus, als würden sie durchs Wasser joggen. Dabei bewegen sie sich so langsam, dass sie sogar von einer 80-jährigen Omi überholt werden, die im Wasser – auf dem Rücken schwimmend – bereits eingeschlafen zu sein scheint.

Ich spreche die drei an. Ob sie einen Unterwasser-Marathon laufen, frage ich sie schmunzelnd. „Ja, so könnte man es nennen“, meint der Mann. Unter Wasser wäre es nur viel anstrengender, und man würde kräftig aus der Puste kommen. Das macht mich neugierig. Ich schwimme noch schnell meine Brust-Bahn zu Ende und begebe mich dann an die Stelle des großen Beckens, an der ich nicht mehr stehen kann. Nun probiere ich es selbst – das Aqua-Jogging. Zum ersten Mal in meinem Leben. Man, ist das anstrengend! Ich versuche, mich mit meinen Laufbewegungen über Wasser zu halten und mich gleichzeitig nach vorne zu bewegen. Das jeweilige Anheben der Oberschenkel ist besonders kräfteraubend. Aber es macht richtig Spaß. Weil ich volles Tempo gehen kann, ohne dabei meine Gelenke zu belasten. Ich kann hier also richtige Intervalle unter Wasser laufen. Das heißt: Für einen kurzen Zeitraum auf etwa 90-95 % meines Maximalpulses gehen. In der Mitte der 50-Meter-Bahn musse ich am Beckenrand eine Verschnaufpause einlegen. Ich bin fertig. Wer hätte das gedacht?! Am Ende der Bahn bin ich dann fast gestorben 🙂

Mein Fazit aber: Eine echt klasse Idee für die Zukunft! Das werde ich wiederholen. Auch, um meine rechte Kniekehle noch ein paar Tage oder Wochen zu schonen. Da trifft es sich gut, mein Lauftraining mal von der Straße und vom Wald weg hin ins Hallenbad zu verlagern. Ich denke, ich werde mir in den nächsten Tagen eine 10er-Karte besorgen. So kann ich Schwimmtraining (für Arme, Brust und Schultern) und Lauftraining (für die Beine) miteinander verbinden. Eine Zehnerkarte kostet im Querenburger Hallenbad nur 28 Euro. Also nur 2,80 € pro Besuch. Das ist doch in Ordnung. Das kann mein Geldbeutel noch vertragen.

Der besagte Aqua-Jogger gehört übrigens zum Triathlon-Team Witten. Das erzählt er mir später in der Männerdusche. Er selbst hat gerade Probleme mit einer Sehne, und so wäre das Training im Wasser das Beste und Schonendste für ihn. Na, bitte! Da sind wir also Leidensgenossen 🙂 Mein heutiges Training runde ich mit einer heißen Dusche und einer abschließenden eiskalten Dusche ab. Herrlich! Am Abend fühle ich mich groggy, aber sehr fit und wohl und wie neu geboren.

Hier nun noch für alle, die bereits hellhörig geworden sind, ein paar Informationen zum Thema Aqua-Jogging bzw. Aqua-Fitness allgemein:

Aquafitness ist ein Ganzkörpertraining, welches im Flachwasser in Brusthöhe oder im Tiefwasser mit und ohne Gerät wie Schwimmnudel, Disc, Gürtel, Hanteln, Aqua-Bike und Kick-Box-Handschuhen angeboten wird. Dabei werden Arme, Beine, Po und Rumpf trainiert. Durch Aquafitness wird die Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer gesteigert und die Entspannung gefördert. Das moderne Aquafitness-Training ist im Vergleich zur klassischen Wassergymnastik eher fitnessorientiert und beinhaltet etliche Aerobic– und Pilates-Elemente. Vor allem der Wasserauftrieb und der Wasserwiderstand fördern die Gelenkentlastung, Muskelkraft und Ausdauer.“

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Aqua-Jogging vom 25.01.14)

Dass die Muskelkraft beim Aqua-Jogging gefördert wird, kann ich nur bestätigen. Mein Muskelkater am Folgetag stellte das unter Beweis. Auch wenn mir keine „Schwimmnudel“ zur Verfügung stand, bin ich doch ganz auf meine Kosten gekommen 🙂

Auf der Website http://www.generationplus.de finden sich noch weitere echt tolle Wasser-Fitness-Ideen – und zwar unter der Überschrift „Aqua-Fitness: Spritziges Workout im Wasser“. Hier werden Aqua-Thai-Bo, Aqua-Aerobic, Aqua-Workout, Aqua-Cycling, Aqua-Zumba und Aqua-Kickboxen vorgestellt und erklärt. Aqua-Cycling hört sich dabei besonders interessant an:

Aqua-Cycling, also Fahrradfahren im Wasser, ist für Wasserratten aller Alters- und Leistungsklassen geeignet. Es schont die Gelenke und ist deutlich effektiver als das Strampeln an Land. Und damit nicht genug: Während Sie in die Pedale treten, werden Oberschenkel und Po vom Wasser massiert und geformt. So lässt der Radsport im Pool nicht nur die Pfunde purzeln, sondern strafft ganz nebenbei auch das Gewebe. Auf der Internetseite von AquaKinetics finden Sie über die Postleitzahlen-Suche Kurse in Ihrer Nähe.

(Quelle: http://www.generationplus.de/themen/fitness/aqua-fitness-spritziges-workout-im-wasser.html vom 25.01.14)

Oberschenkel und Po vom Wasser massiert und geformt“! Das müsste doch besonders etwas für die weiblichen Wesen unter den Lesenden hier sein 🙂 Und  hier noch schnell …

… meine heutigen sieben Gründe, warum Du schon morgen früh mit dem Aqua-Joggen bzw. mit Aqua-Fitness beginnen solltest:

  • 1. Du wirst einen strafferen Po bekommen (wichtiger Hinweis besonders für die weiblichen Leser hier).
  • 2. Du schonst Deine Gelenke.
  • 3. Du machst Krafttraining und kannst deine Fitnessstudio-Besuche aus deinem Terminplan streichen.
  • 4. Du erhälst nebenbei eine kostenlose Ganzkörpermassage.
  • 5. Dein Kreislauf kommt mal ordentlich in Schwung und macht Dein Herz belastbarer.
  • 6. Du hast einen Grund, was Sinnvolles zusammen mit Freundinnen und Freunden zu unternehmen.
  • 7. Du kannst nach Deinem Training eine schöne heiße Dusche genießen!

Also, nichts wie los und die Öffnungszeiten des nächsten Hallenbades auskundschaften! Und dann viel Mut beim Anfangen & Ausprobieren!

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